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Parkhaus Neckarpark, gläserne Schuppenhaut

Parkhaus Neckarpark, gläserne Schuppenhaut
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Das neue Parkhaus von asp Architekten für das Quartier Neckarpark ist ein zentraler Bestandteil für die Energieversorgung des neuen Stadtteils. Die Architekten entwickelten eine multifunktionale Fassade, um die diversen Anforderungen an die Gebäudehülle zu erfüllen. Dabei ist eine Seite des Parkhauses vollständig mit rautenförmigen Elementen aus Glas verkleidet.

Auf dem ehemaligen Areal des Güterbahnhofs Stuttgart Bad Cannstatt entsteht aktuell das Quartier Neckarpark. Das insgesamt 22 Hektar große Grundstück soll in den nächsten Jahren zum mischgenutzten Wohnquartier und Gewerbegebiet werden und bis zu 2.000 Menschen Platz zum Leben und Arbeiten bieten. Das Gelände gehört zu den bedeutendsten Entwicklungsflächen der Stadt: Im Sinne einer zukunftsorientierten Stadtplanung werden hier die neusten energetischen und umweltpolitischen Richtwerte eingehalten und eine nachhaltige Energieversorgung angestrebt. Das Quartier soll umfangreich mit lokal vorhandenen regenerativen Energieträgern wie Solarenergie, Erd- oder Abwasserwärme versorgt werden. Das jüngst fertiggestellte Parkhaus von asp Architekten kann hierfür einen entscheidenden Beitrag leisten.

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Foto: Zooey Braun
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Parkhaus Neckarpark: Energiezentrale des Quartiers

Das neue Energieparkhaus ist der erste Baustein für den zweiten Bauabschnitt von Neckarpark und zentraler Bestandteil für die gesamte Energieversorgung des neuen Stadtteils. Denn es erfüllt zwei wichtige Funktionen: Zum einen beherbergt es auf sechs oberirdischen und zwei unterirdischen Etagen die erforderliche Anzahl an PKW-Stellplätzen sowie Abstellmöglichkeiten für 185 Fahrräder und Lastenräder samt Fahrradwerkstatt. Zum anderen ist es auch noch die Energiezentrale des Quartiers und sichert die Wärmeversorgung des gesamten Stadtgebiets Neckarpark, das heißt den Wärmebedarf von etwa 850 Wohneinheiten, Gewerbeflächen und einem Sportbad. Damit liefert das Parkhaus einen besonderen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. Auf dem Dach befinden sich außerdem eine großflächige Photovoltaikanlage, welche das Quartiers zusätzlich mit Strom versorgt. Die Infrastruktur in den Gebäuden ist zudem so organisiert, dass der Anteil an Stellplätzen für Elektrofahrzeuge von 20 Prozent auf 100 Prozent erhöht werden kann.

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Blick in den Innenraum eines Parkhauses mit Wänden, Decken und Boden aus Beton. asp Architekten, Energieparkhaus Neckarpark, Stuttgart Bad Cannstatt, Foto: Zooey Braun

Foto: Zooey Braun

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Multifunktionale Fassade für das Parkhaus Neckarpark

Auch das äußere Erscheinungsbild des Parkhauses ist ungewöhnlich: Es wird von einer weißen, X‐förmigen Stahlkonstruktion umhüllt und ist partiell mit grünen Fassadenelementen verkleidet. Die Treppenaufgänge und das Leitsystem sind in Signalrot eingefärbt. Alle Elemente erfüllen eine besondere Funktion und sind dementsprechend optisch hervorgehoben. So entsteht ein lebendiges Fassadenbild mit kontrastreichen Akzenten.

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Detail eines roten Treppenhauses in einem Parkhaus. asp Architekten, Energieparkhaus Neckarpark, Stuttgart Bad Cannstatt, Foto: Zooey Braun

Foto: Zooey Braun

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Auch bei der Gebäudehülle waren diverse Anforderungen an die Architektur gestellt worden. Denn das Parkhaus sollte einerseits so konzipiert werden, dass es für das angrenzende Wohnquartier einen ausreichenden Schallschutz zur benachbarten Lärmquelle des Cannstatter Wasens bietet. Und andererseits sollte es über eine natürliche Durchlüftung verfügen und gemäß dem Anforderungskatalog auch begrünt werden. Um alle Aspekte erfüllen zu können, entwickelten die Architekten eine multifunktionale Fassade. Die außen liegende Stahlkonstruktion aus rautenförmigen Stahlträgern mit einer Stahlbetonverbunddecke ist zugleich die Hülle und die Hauptkonstruktion des Gebäudes.

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Foto: Zooey Braun
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Ein Aushängeschild fürs neue Quartier

Das Edelstahlnetz dient außerdem als Absturzsicherung und Rankhilfe für Pflanzen. Zwischen die rautenförmige Stahlkonstruktion wurden Pflanztröge gesetzt, in denen jetzt unterschiedliche Rankpflanzen eingepflanzt sind, vor allem Weinreben wie die heimischen Gewächse aus den nahegelegenen Weinbergen. Sie sollen das Gerüst in Zukunft umranken und zusätzlich einhüllen.

Dahingegen ist die Nordseite der Fassade vollflächig mit rautenförmigen Elementen aus bedrucktem Glas verkleidet und schimmert bereits in verschiedenen Grüntönen. Aus drei Grüntönen und drei Druckmustern wurden neun verschiedene Glasscheiben angefertigt, die mal heller oder dunkler, mal transparenter oder dichter wirken. Gleich einer Schuppenhaut sind die Elemente schräg überlappend angeordnet. Diese enge Setzung der Glasrauten gewährleisten den erforderlichen Schall- und Blendschutz zur angrenzenden Wohnbebauung und ist durch die schräge Überlappung gleichzeitig durchlässig genug für Frischluft zur natürlichen Belüftung des Gebäudes. Durch die transluzente Fassade ist die Energiezentrale auch von der Straßenseite aus erlebbar und markiert die städtebaulich wichtige Sichtachse von der Mercedesstraße in das neue Quartier. Die Treppenaufgänge in signalrotem Anstrich kontrastieren das Bild. Mit dem Gebäude realisierten asp Architekten ein Parkhaus als Aushängeschild fürs neue Quartier.

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Lageplan, Zeichnung: asp Architekten
Ansichten, Zeichnung: asp Architekten
Schnitte, Zeichnung: asp Architekten
Grundriss Erdgeschoss, Zeichnung: asp Architekten
Grundriss Erstes Obergeschoss, Zeichnung: asp Architekten
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Text: Paula Löwen-Pohle

Titelfoto: Zooey Braun

Bauherr: Landeshauptstadt Stuttgart Tiefbauamt, Amt für Umweltschutz, Stuttgart

Tragwerk: Mayr Ludescher Partner, Stuttgart

TGA Energiezentrale: IBS Ingenieurgesellschaft mbH, Bietigheim-Bissingen

TGA, HLS Parkhaus: IB Neckermann + Partner Ingenieure, Gerlingen

TGA, ELT Parkhaus: Ingenieurbüro Werner Schwarz GmbH, Stuttgart

Fassadenplanung: DS-Plan, Stuttgart

Bauphysik: GN Bauphysik, Stuttgart

Orientierungssystem: Studio Tillack Knöll, Stuttgart

Fertigstellung: 06/2021

BGF: 13.116 Quadratmeter

BRI: 44.783 Kubikmeter

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